7. GV im Historischen Museum Luzern

Es war ein strahlend schöner Tag. Der Beweis, dass es in Luzern nicht immer regnet, wie der Rest der Schweiz zu wissen meint.

Treffpunkt war das Museums Café „Lokal“ beim Historischen Museum Luzern.

Alte Bekannte, neue Gesichter und erste Gespräche bei Kaffee und Gipfeli. Für die GV war der Saal im „Herrenkeller“ flott hergerichtet. Am Eingang wurden wir von „Herrn Bienlein“ – bekannt aus den Tim und Struppi Büchern – mit einem freundlichen „Grüezi“ empfangen. Dazu später mehr.

Die vier Vorstandsvertreter konnten 32 Mitglieder zum geschäftlichen Teil der GVbegrüssen. Die Traktanden waren zügig abgearbeitet. Mutationen, Jahresbericht, Kassabericht usw.

 

 

Das Thema Weiterbildung wurde mit Bildern von den letztjährigen Workshops

eingeleitet. Ein kurzer Bericht als Feedback und als Werbung für einen Besuch in diesem Jahr von Remo Leuenberger, Olten und Rainer Müller, Luzern zeigten den Geist und die Art der Weiterbildungsmöglichkeiten bei der IG Museumstechniker auf. Da sind wir nun bei „Herrn Bienlein“ angelangt. Rainer Müller liess die Katze aus dem Sack. Der neue Workshop in Luzern heisst: Gestern Schalter, heute Sensor. Herr Bienlein war natürlich nicht selbst hier, sondern ein Sensor leitete den Befehl an die Elektronik weiter die stellvertretend das Grüssen übernahm.

Wie der Inhalt des neuen Workshops zu verstehen ist, führte Rainer gleich an einem kleinen Experiment vor. Ein Beamer projizierte ihn als Fischer an die Wand. Jetzt waren seinem Fischerlatein keine Grenzen mehr gesetzt. Seinen virtuellen Fang konnte er in der Projektion durch Handbewegung beliebig vergrössern und verkleinern. Vom „Untermesser“ bis zum „unmöglich grossen Fisch“.

 

Nach der GV gab es noch eine kurze Pause im Freien und für kurze Zeit waren am stahlblauen Himmel einige kleine Nikotinwölcklein zu sehen.

 

Die Technikerschar wurde nun im Historischen Museum zu einem geführten Rundgang empfangen. Der Direktor, Heinz Horat erklärte uns das Konzept des Hauses mit seinen Theaterführungen und den Infoscannern. Aufgeteilt in drei Gruppen besichtigten wir mit Techniker Peter Hofer den Kulturgüterschutzraum, die Sonderausstellung „Beresina“ mit Direktor Heinz Horat und die Dauerausstellung mit der Vizedirektorin Alexandra Strobel. Die interessanten Infos aus erster Hand bereicherten einmal mehr unseren Erfahrungsschatz im beruflichen Alltag.

 

Vielen Dank an die Crew vom Historischen Museum, welche uns unkompliziert Gastrecht für den ersten Teil der Frühlingtagung gewährte.

 

Im nahen Restaurant Rütli verköstigten wir uns grosszügig. Ein kleiner Verdauungsmarsch konnte danach nicht schaden.

 

Nach einer Viertelstunde standen wir neben einem Kinderspielplatz vor dem betonierten Eingang zur grössten unterirdischen Zivilschutzanlage der Schweiz. Der kalte Krieg hat dieses Unikat- oder vielleicht doch ein Unikum?- hervorgebracht. Bauzeit 1970 bis 1976. Heute kann die nie gebrauchte Anlage auf Voranmeldung besichtigt werden. Andrea Huwyler und ihr Team führte uns durch den sieben Stockwerk hohen Riesenbunker im Berg über dem Sonnenbergtunnel. Eine audiovisuelle Einführung vermittelte uns einen Überblick über die Grösse und den vorgesehenen Betrieb im Notfall in der Zivilschutzanlage Sonnenberg für 20’000 Bewohner der Stadt Luzern. Gut, dass dieser Notfall nie Wirklichkeit wurde. Trotz Spital, Arrestzellen und Wassertanks mit beschränktem Vorrat – Zweifel ob das wirklich funktioniert hätte und viele Fragen zu den menschlichen Aspekten blieben und bleiben Spekulation. Mehr Infos unter www.unterirdisch-ueberleben.ch.

 

Nach zwei Stunden gab uns der Berg wieder frei. Der offizielle Teil der Tagung war vorbei. Die Vögel zwitscherten und die Sonne lachte. Kalter Krieg… kalter Kaffee. Zeit für ein kaltes Bier!

 

Ein herzliches Dankeschön an die kompetenten „Maulwürfe“ Andrea Huwyler und ihre beiden Assistenten.

 

Nach zehn Minuten waren wir wieder im Gewühl der Stadt Luzern. Einige wählten die Variante schnelle Heimreise, die Anderen genossen ein kühles Bier in der Gartenwirtschaft. Es war ein gelungener Tag.

Ein grosses Dankeschön an Rainer Müller für die Organisation und dem Vorstand der IG Museumstechniker für die geleistete Arbeit

 

Edy Felder, April 2012