Herbsttagung im Natur-Museum Luzern

Der Morgenspaziergang vom Bahnhof, den Gestaden der Reuss entlang, zum Natur-Museum Luzern hat etwas prachtvolles. Kein Wunder kommen die Touristen in Scharen an diesen Ort. Unsere Motivation in diese Stadt zu kommen war etwas vielschichtiger. Die offene Herbst Tagung der IG Museumstechniker fand am Montag, 15. November 2010 im Naturmuseum Luzern statt. Grund genug, sich auf einen informativen und sozialen Anlass zu freuen.

Das Gebäude in dem die Tagung abgehalten wurde, ist ein Neubau von 1975/76, hat aber ein historisches Vorbild, das alte Waisenhaus. Dieses war 1810/12 erbaut worden und stand rund 50 m weiter westlich. 1964 musste das Haus der Autobahnausfahrt weichen. Vom alten Waisenhaus stammt nur noch die ganze Dachkonstruktion aus Holz.

 

Die Tagung beginnt, wie immer, mit gegenseitigen Begrüssungen, sowie mit Kaffee und Gipfeli.

Punkt 10:00 Uhr eröffnete unser Präsidenten Marcel Sax die Tagung, gefolgt von der Willkommensrede des Direktors des Hauses, Denis Vallan. Dieser unterstrich die Wichtigkeit des Austausches unter den Museumstechnikern sowie die regelmässigen Veranstaltungen bei denen anstehende Themen vertieft diskutiert werden können. Last but not least wurden wir von unseren Kollegen Rainer Müller und Edy Felder, welche die Tagung vorbereitet haben willkommen geheissen.

 

Sogleich ging es zum Kernthema dieses Morgens.

Der Weiterbildungsausschuss unter der Leitung von R. Müller stellte sein Weiterbildungskonzept vor.

Folgende Weiterbildungsworkshops sind angedacht und sollen in den nächsten Jahren von der IG-Museumstechniker Schweiz durchgeführt werden.

 

1. Valentin Ritler wird im Museum für Kommunikation einen Kurs ausschreiben zum Thema multimediale Stationen in Museen. Themen werden sein: Film und Ton in ein richtiges Format umwandeln. Einsatz von Computern, Beamern, Card Playern, Touch Monitoren. Beschaffung, Installation und Wartung solcher Geräte.

 

2. Remo Leuenberger und Thomas Holzer werden unter dem Titel: Trick 77 „ein Kurs für begeisterte Handwerker oder solche, die es noch werden wollen“ durchführen. Als Kursinhalt geben sie an: Messtechnik, Materialkenntnis, Plan lesen und verstehen, Handhabung, Unterhalt und Einsatz elektrischer Handmaschinen. (Durchführung voraussichtlich 18. Juli 2011)

 

3. Marcel Sax stellt die Idee des Workshops: Auf den Sockel, in die Vitrine an die Wand vor. In diesem Modul soll es um das Objekthandling gehen. Dabei will er die Ausrüstung, sprich, den „Museumstechnikerwagen“ zu Beginn ins Zentrum stellen und dann über die Ausrüstung zu den konkreten Arbeiten für bestimmte Objektgruppen kommen.

 

4. Die Weiterbildung von Rainer Müller und Edy Felder läuft unter dem Arbeitstitel: „Knopfdruck und es läuft“ (schalten, steuern regeln mit arduino, logo! oder cmc) Sie stellten anschliessend ihren Workshop exemplarisch vor, mit dem Ziel, den Tagungsteilnehmer/innen zu zeigen, wie praxisbezogen diese Workshops gestaltet werden sollen. Sie wollten unsere Mitglieder für eine Teilnahme an diesen Weiterbildungsangeboten motivieren.

Die folgende Lifeshow wird den Anwesenden immer mit dem Slogan „Heissi Marroni, Marroni ganz heiss“ in Erinnerung bleiben.

Anhand eines viertürigen Garderobeschrankes wurde vom Gespann Studer & Stöckli, Abwarte eines Museums, gespielt von Rainer Müller und Edy Felder, in theatralischer Weise die Problematik der Vernetzung von verschiedenen Techniken (Ton, Licht, Mechanik) auf sehr unterhaltsame und sehr instruktive Art vorgeführt.

Bei der ersten Tür ging es um einen einfachen Türschliessmechanismus mit einem Aluminiumrohr, einer magnetisierten Stahlkugel und einer Wasserflasche. (wenn da nur nicht immer der Marronibrater dazwischen gerufen hätte).

Die zweite Tür verbreitete beim öffnen ein fröhliches Vogelgezwitscher und hinter der dritten Tür verbarg sich eine Beleuchtung. Am Schluss verbanden sich alle Techniken zu einem eindrücklich funktionierenden Steuerungsbeispiel, deren Programmierung und Herstellung anschaulich und auch für nicht Technikfreaks nachvollzogen werden konnte.

Herzliche Gratulation für diese gelungene Darbietung.

 

Danach war das Mittagessen in einem nahe gelegenen Restaurant fällig. Es war laut und heiss, aber die Diskussionen wie immer erspriesslich. Man hörte nicht nur Fachliches sondern auch persönliches, was die Truppe der Museumstechniker immer mehr verbindet.

 

Am Nachmittag waren diverse Führungen im Museum angesagt. Heute ist das Natur-Museum Luzern ein attraktives und lebendiges Museum. 1987 wurde es speziell ausgezeichnet durch das Komitee „Europapreis für das Museum des Jahres“. Zum Erfolgskonzept des Museums gehören lebende Tiere in der Ausstellung und die Möglichkeit, Natur auch „begreifen“ zu können. Die Präsentation der „Wunderwelt Insekten“, die Edy Felder konzipiert und realisiert hat ist definitiv beeindruckend. Auf kleinem Raum wird aber nur ein kleiner Teil der Sammlung gezeigt. Natürlich ist Platznot dafür verantwortlich. Nichts desto trotz hatten wir die Möglichkeit den gesamten Umfang der Sammlung Walter Linsenmaiers mit erläuternden Worten im Letzimagazin kennen zu lernen. Ebenfall in diesem Hause, auf dem Dachboden, befinden sich die stilisierten Kühe, die sich schon in verschiedenen Museen als Viehschau zu einer thematischen Ausstellung gruppiert haben.

 

Die Schlussworte gehörten wiederum Marcel Sax.

Er fasste nochmals kurz zusammen.

Zur zeit sind also von der IG Museumstechniker vier Weiterbildungen in Vorbereitung.

Sicher zwei dieser vorgestellten Workshops werden im Jahr 2011 durchgeführt. Die Termine werden anfangs Jahr über unsere Homepage im Detail ausgeschrieben.

 

Eine weitere Tagung wird in Form von Referaten vom SKR (Schweizerischer Konservatoren und Restauratorenverband) durchgeführt. Diese findet am 23. August im Museum Allerheiligen statt. Unsere IG Museumstechnik ist angefragt worden, eines der Kurzreferate zum Thema: Ausstellungen aufbauen bei zu tragen. Rainer Müller und Marcel Sax werden dieses Referat halten. Unser ganzer ist zu dieser Tagung eingeladen. Also liebe Kollegen und Kollegen, seid bereit und helft uns unsere Anliegen an dieser Tagung gut zu vertreten.

 

Zum Schluss würdigte Marcel Sax die sehr gelungene Tagung, dankte Rainer und Edy für die Durchführung und entliess die Tagungsteilnehmer/innen mit den besten Wünschen auf den Heimweg.

Natürlich hatten die Abwarte Studer & Stöckli noch ein gezapftes Bier für uns alle bereit. Dazu liessen wir uns natürlich nicht zweimal bitten.

 

Ein grosses Kompliment an die Veranstalter. Vielen Danke und bis zur nächsten Veranstaltung der IG-Museumstechniker

 

Bericht verfasst: 17.11.2010, Text: Edgar Hiltebrand, Fotos Valentin Ritler


La promenade matinale qui, depuis la gare, nous conduit au Musée d’histoire naturelle de Lucerne en longeant les rives de la Reuss a quelque chose de magnifique. Rien d’étonnant à ce que des troupes de touristes visitent ce lieu. Quant aux motifs qui nous ont amenés à nous rendre dans cette ville, ils sont un peu plus complexes. La rencontre d’automne ouverte de l’Association CI Techniciens en muséologie a eu lieu au Musée d’histoire naturelle de Lucerne le 15 novembre 2010. Une raison suffisante pour nous réjouir d’une manifestation sociale et informative.

 

Le bâtiment dans lequel s’est déroulée la rencontre est une construction récente des années 1975/76, tout en ayant un modèle historique, à savoir l’ancien orphelinat, qui fut édifié en 1810/12 à une cinquantaine de mètres plus à l’ouest. En 1964, la maison à dû céder la place à la sortie de l’autoroute. De l’ancien orphelinat il ne reste aujourd’hui que l’ensemble de la toiture en bois.

 

La rencontre débute, comme toujours, par des salutations réciproques, un café et des croissants. À 10.00 heures précises, notre Président Marcel Sax a inauguré la séance, inauguration suivie par le mot de bienvenue du Directeur du musée, Monsieur Denis Vallan. Ce dernier a souligné l’importance des échanges entre techniciens en muséologie ainsi que des manifestations régulières, qui permettent de discuter de manière approfondie des thèmes ouverts. Last but not least, nous avons été accueillis par nos collègues Rainer Müller et Edy Felder, qui ont préparé cette rencontre.

 

Sans plus tarder, nous avons abordé le sujet de discussion principal de cette matinée. Le Comité de formation continue, dirigé par R. Müller, a présenté son concept de formation continue. Il envisage de proposer les ateliers suivants, qui devraient être réalisés par l’Association CI Techniciens en muséologie Suisse dans les prochaines années.

 

1. Valentin Ritler proposera dans le Musée de la communication un cours consacré aux stations multimédia dans les musées. Sujets traités : transformer le son et les images en un format correct ; utilisation d’ordinateurs, beamers, card players, touch monitors ; acquisition, installation et entretien de ces appareils.

 

2. Remo Leuenberger et Thomas Holzer organiseront un cours intitulé « Trick 77 », destiné aux artisans passionnés ou à ceux qui souhaitent le devenir. Ce cours abordera les sujets suivants : technique de mesure, connaissance des matériaux, lecture et compréhension d’un plan, manipulation, entretien et emploi de machines manuelles (le cours aura lieu probablement le 18 juillet 2011).

 

3. Marcel Sax lance l’idée d’un atelier intitulé « Sur le socle, dans la vitrine au mur ». Ce module devrait traiter la manipulation des objets. L’organisateur du cours souhaite présenter l’équipement, à savoir le « chariot des techniciens en muséologie », au début dans le Centre des collections et ensuite passer de l’équipement aux travaux concrets destinés à des groupes d’objets bien précis.

 

4. Rainer Müller et Edy Felder proposent un cours de formation continue dont le titre provisoire est « On presse un bouton et ça marche » (brancher, manœuvrer et régler avec arduino, logo! ou cmc). Ils présentent ensuite pour leur atelier des exemples concrets, dans le but de montrer aux participant(e)s comment on devrait tenir compte du côté pratique dans la mise sur pied de ces ateliers. Leur souhait était de motiver nos membres à participer à ces cours de formation continue.

 

Le lifeshow suivant restera toujours dans les mémoires de présents avec le slogan « Chauds les marrons ! ».

À partir de l’exemple d’une penderie à quatre portes, Rainer Müller et Edy Felder, qui interprétaient les rôles des deux gardiens de musée Studer et Stöckli, ont présenté de manière très divertissante et instructive, sous forme de spectacle théâtral, le problème de l’interconnexion de différentes techniques (son, lumière, mécanique). La première porte comportait un simple mécanisme de fermeture avec un tube en aluminium, une boule en acier magnétisé et une bouteille d’eau (si seulement le marchand de marrons n’avait pas toujours appelé entre-temps).

La deuxième porte laissait échapper, lorsqu’on l’ouvrait, un joyeux gazouillement d’oiseaux et derrière la troisième porte se cachait un éclairage. À la fin, toutes les techniques se sont associées pour produire un exemple de commande fonctionnant de manière impressionnante, et dont la programmation et la réalisation seraient clairement compréhensibles, même pour ceux qui ne sont pas des mordus de technique.

Toutes nos félicitations pour cette représentation réussie.

 

Ensuite, le repas de midi s’est tenu dans un restaurant situé près du musée. Les discussions y ont été animées, mais comme toujours des plus fructueuses. On n’a pas seulement abordé des questions professionnelles, mais aussi des sujets personnels, ce qui rapproche toujours plus le groupe des techniciens en muséologie.

 

L’après-midi a été consacré à plusieurs visites guidées à travers le musée. De nos jours, le Musée d’histoire naturelle de Lucerne est un établissement attrayant et aux multiples activités. En 1987, il a reçu une distinction spéciale par le comité « Prix européen du musée de l’année ». Parmi les éléments qui ont contribué à son succès on évoquera la présence d’animaux vivants dans l’exposition et la possibilité de « toucher » la nature. La présentation du « Monde prodigieux des insectes », un projet conçu et réalisé par Edy Felder, est tout à fait impressionnante. Dans un espace restreint, on présente néanmoins seulement une petite partie de la collection du musée, ce qui est bien entendu imputable à la pénurie de salles. Malgré cela, nous avons eu la possibilité de voir, dans le « Letzimagazin » la collection intégrale de Walter Linsenmaier et de profiter de commentaires explicatifs à son sujet. Le musée accueille également, sous ses combles, les vaches stylisées qui avaient déjà été regroupées dans différents musées dans le cadre d’une exposition thématique consacrée à la présentation des bêtes d’élevage.

 

Marcel Sax a repris la parole pour clore la journée. Il a rapidement résumé les propos entendus, rappelant que l’Association IC Techniciens en muséologie prépare actuellement quatre cours de formation continue. Deux des ateliers présentés auront certainement lieu en 2011. Les dates seront communiquées en détail au début de l’année sur notre page d’accueil.

 

Une autre rencontre se tiendra le 23 août, sous forme d’exposés de l’Association suisse de conservation et restauration (SCR), au Museum zu Allerheiligen. Notre Association CI Techniciens en muséologie a été invitée à présenter l’un des brefs exposés consacrés au thème « Montage d’expositions ». Rainer Müller et Marcel Sax se chargeront de cette présentation. Tous nos techniciens en muséologie sont invités à participer à cette rencontre. Ainsi, chers/chères collègues, tenez-vous prêts et aidez-nous à faire part de nos préoccupations de manière adéquate.

 

Pour terminer, Marcel Sax a exprimé son appréciation pour cette journée très réussie, a remercié Rainer et Edy pour sa réalisation et pris congé des participant(e)s en leur souhaitant bon retour à leur domicile.

Bien entendu, les gardiens Studer et Stöckli avaient encore prévu de nous offrir une bonne bière ; nous ne nous sommes par fait prier deux fois.

 

Nous félicitons et remercions chaleureusement les organisateurs, en attendant la prochaine manifestation de l’Association CI Techniciens en muséologie.

 

Rapport rédigé le 17.11.2010. Texte : Edgar Hiltebrand. Photos : Valentin Ritler