2. GV im Kunstmuseum Winterthur

Ungünstiger Zeitpunkt

 

Schon im Vorfeld des Anlasses zeichnete sich eine eher geringe Beteiligung ab. Viele Mitglieder waren mit dem
Internationalen Museumstag beschäftigt, der, zu unserer Überraschung auf das nachfolgende Wochenende angesetzt wurde. Dass am Donnerstag davor ein eidgenössischer Feiertag war, wussten wir zwar, doch schätzten wir diese Tatsache eher als Chance ein.

Der Vorstand bemühte sich noch eine Woche vor dem Anlass alle per E-Mail erreichbaren Mitglieder zur Teilnahme zu bewegen. Die Ausbeute aber war relativ gering. Immerhin bewiesen die vielen Reaktionen per E-Mail oder per Telefon, dass weder Missmut noch eine negative Grundstimmung zu dieser schwachen Beteiligung geführt haben.

Schlussendlich konnte Gabi Gratz, im Namen der einladenden Institution, nach spendiertem Kaffe und Gipfeli 19 Teilnehmer im Jugendstilzimmer (Sitzungszimmer) begrüssen. Allen Abwesenden sei gesagt, dass wir noch nie in einem so altehrwürdigem Raum tagen durften.

 

 

 

Von Einstimmigkeit geprägte Generalversammlung

Urs Baumgartner eröffnete die zweite Generalversammlung der IG-Museumstechniker Schweiz.

Einstimmig wurden Bruno Dossenbach und Roland Arndt als Stimmenzähler bestätigt. Ebenso war man bei der vorgeschlagenen Traktandenliste und beim Protokoll einer Meinung. Zum Jahresrückblick verwies der Präsident auf den Begleitbrief zur Einladung und kam so zum Traktandum Eintritte und Austritte. Andreas Holzer gab den Austritt aus dem Verein, währendem Martin Sollberger und Rene Sturny mit Applaus in den Verein aufgenommen wurden.

In gewohnt vorbildlicher Weise war von Urs Biedert die Kasse geführt worden, so dass weder von Seiten der Revisoren noch von Vereinsmitgliedern etwelche Einwände, oder Vorbehalte vorgebracht wurden.

Mit dem Angehen der Statutenänderung an dieser Generalversammlung begab man sich juristisch etwas auf Glatteis, doch wurden durch die Eindeutigkeit der Abstimmungsresultate und durch die wahrgenommene positive Grundstimmung in unserem Verein die Befürchtungen etwas entkräftet.

Die vorgelegten Statutenänderungen, wie sie im Einladungsdossier vorgeschlagen wurden, sind einstimmig gut geheissen worden. In logischer Folge bestimmte man unter Traktandum 8 die Mitgliederbeiträge. Der Beitrag für institutionelle Mitglieder wurde von SFr. 150 auf 200 Franken erhöht. Der Beitrag für Einzelmitglieder bleibt bei SFr. 75. Auch diese Abstimmungen erfolgten einstimmig.

Spannender wurde es bei den Neuwahlen. Das klare, transparente vorgehen des Vorstandes führte dazu, dass nach kurzen Diskussionen und guten Statments die Wahlen offen durchgeführt werden konnten und von weiterer Einstimmigkeit geprägt waren. Neu in den Vorstand wurde gewählt: Roland Arndt Kunstmuseum Zürich (Präsident) und Ernst Rieder Kunstmuseum, Basel (Kassier). (Wenn das nur mal gut geht, denkt sich der weiteramtierende Vizepräsident Marcel Sax, wenn ein Zürcher und ein Basler im gleichen Vorstand sitzen. (sorry, ist nur ein Witz)

Beim Ausblick auf das diesjährige Vereinsjahr eröffnete uns Valentin Ritler seine Einladung ins Museum für Kommunikation Bern. Wir dürfen den Montag, 12. November rot in unserer Agenda markieren. Dann nämlich findet die offene Herbststagung unseres Vereins statt. Wir werden dort das Depot besichtigen und eine neue Ausstellung zu älteren Kommunikationsmitteln besichtigen dürfen. Wie der Tag genau gestaltet werden soll, ist Aufgabe des neukonstituierten Vorstandes mit Valentin Ritler zusammen.

Im Schlusswort nahm der Gründer des Vereins Urs Baumgartner nochmals Stellung zur Vereinsgeschichte, liess die eine oder andere Erinnerung aufkeimen und legte dann doch etwas ermüdet und ermattet die Vereinsführung in neue Hände. Es wird die Aufgabe des neuen Vorstandes sein, in einem würdigen Anlass die Amtsübergabe vorzunehmen. Immerhin kann der neue Vorstand mit angereicherten, wenn auch nicht übervollen Kassen seine Aufgaben in Angriff nehmen.

 

 

Viel Engagement, viel Herzblut und überzeugende Lösungen

Den Nachmittag gestaltete Gabi Gratz, Museumstechnikerin, und Astrid Neff, Kunsthistorikerin.

Alternierend in zwei Gruppen führten sie uns durch das Kunstmuseum und durch die Werkstätten des Museums. Kompetent geleitete uns Frau Neff durch die Ausstellungsräume, und brachte uns die Baugeschichte und die ausgestellten Werke im Überblick kurzweilig näher.

Für uns technisch geprägten Leute war natürlich der Rundgang mit Gabi Gratz durch die Werkstätten und die Depots von besonderem Interesse. Gabi konnte dabei auf viele kleinere und grössere Errungenschaften hinweisen, die zeigten, wie praktisch und beharrlich Gabi in ihrem Museum wirkt und für eine bessere Infrastruktur kämpft, mit Erfolg wie wir sehen durften. Es war eine Freude zu erleben, wie sie mit viel Selbstvertauen und Überzeugungskraft das neue Transportrahmensystem vorstellte und mit Stolz auf die eine oder andere Raffinesse hinwies.
Eine äusserst gelungene Tagung nahm in einem dem Museum nahegelegen Gartenrestaurant mit einer Bierrunde gespendet von Martin Sollberger und Rene Sturni ihr Ende. (Neubewerber und Neubewerberinnen in unserem Verein sollen sich ein Beispiel nehmen, Witz 2)

Allen Beteiligten, allen voran aber der Institution Kunstverein Winterthur, als deren Vertreter Gabi Gratz und Astrid Neff sei an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement gedankt.

 

Bericht: M. Sax, Landesmuseum Zürich

Fotos: Roland Steiner. Museum Kommunikation